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Körperwerte-Tabellen für Puls

Welcher Puls ist normal?

Was ist eigentlich der Puls?

Der Puls ist unser gefühlter Herzschlag. Beim Zusammenziehen des Herzmuskels (Kontraktion) wird Blut durch unsere Blutgefäße gepumpt. Diesen Vorgang der Blutverteilung können wir an bestimmten Körperstellen, z. B. an den Handgelenksinnenseiten oder an der Halsschlagader, direkt spüren. Das pulsierende Gefühl entsteht dadurch, dass das durchgepumpte Blut die Blutgefäße durch den entstandenen Überdruck weitet.

Wissenschaftlich belegt ist, dass Blutdruck und Puls sehr eng zusammenhängen. Insofern ist eine zu hohe Herzfrequenz auch ein Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen. Da sich viele fragen, wann der Puls normal bzw. optimal ist, haben wir eine Übersicht über die unterschiedlichen Pulsarten und die Normalwerte erstellt.

 

Welche Pulsarten gibt es?

Ruhepuls

Der Ruhepuls ist der normale Herzschlag der dafür sorgt, dass das Herz unseren Körper im Ruhezustand mit genügend Blut und damit Sauerstoff versorgt. Um den Puls zu bestimmen wird die Anzahl der Herzschläge pro Minute gemessen. Der Puls wird oft mitermittelt, wenn eine Blutdruckmessung erfolgt.

Die Geschwindigkeit des Herzschlags ist altersabhängig und schwankt zwischen einzelnen Menschen. Kinder haben tendenziell einen höheren Puls, der mit zunehmendem Alter sinkt. Zusätzlich können Ausdauertraining oder eine kontinuierliche Trainingsbelastung dafür sorgen, dass der Ruhepuls auf einen niedrigeren Wert absinkt. Der normale Erwachsene hat einen Herzschlag in Ruhe von ca. 60 bis 80 Schlägen pro Minute.

Wenn Sie die körperliche Belastung steigern, erhöht sich der Puls. Das liegt daran, dass z. B. bei zunehmender Bewegung die Muskeln einen höheren Sauerstoffbedarf haben. In diesem Fall sorgt ein höherer Herzschlag dafür, dass genügend Sauerstoff in den Muskeln zur Verfügung steht.

Außerdem schwankt der Ruhepuls im Tages- oder Wochenverlauf, weil Stress, Wetter und z. B. Homone unser Kreislaufsystem ebenfalls beeinflussen. Darüber hinaus gibt es drei Erkrankungsarten, die ebenfalls den Puls beeinflussen. Bei der Bradykardie liegt ein zu niedriger Puls vor, bei der Tachykardie ein deutlich erhöhter. In der Regel liegt dann der Ruhepuls bei weit über 100 Schlägen pro Minute. Eine weitere Erkrankung des Herzens, die am Pulswert erkannt wird, ist die Herzrhythmusstörung (Arrythmie).

Trainingspuls (Belastungspuls)

Der Trainingspuls ist der Pulswert, den Sportler während eines Trainings für eine längere Belastungsdauer anstreben. Man könnte sagen, er ist der Zielwert für die Trainingsbelastung. Der optimale Trainingspuls richtet sich hauptsächlich nach der Leistungsfähigkeit. Als Empfehlung sprechen Trainer in der Regel folgende Richtwerte für den Trainingspuls aus:

Viele Trainierende verwenden zusätzliche Pulswerte, um das Training optimal zu steuern. Die häufigsten zusätzlich genutzten Pulsarten sind:

Wer sich mit der Zeit steigert, hat bei identischer Trainingsbelastung einen niedrigeren Puls oder kann mit gleichem Trainingspuls eine größere Leistung erbringen. Deswegen eignen sich auch die Pulswerte sehr gut als einfaches Kriterium um eine erste Einschätzung für den Fitnesszustand vorzunehmen.

 

Puls-Normalwerte, was ist ideal?

Wie bereits erwähnt unterscheiden sich optimale Pulswerte der Menschen in erster Linie nach dem Alter, dem Fitnesszustand und bei eventuell vorliegenden Erkrankungen. Ausnahmesituationen ergeben sich zum Beispiel wenn der Körper mit Infektionen zu kämpfen hat. Dann sind die Werte zwar zeitweise erhöht, dann finden aber die Normalwerte auch keine Anwendung. Die Normalwerte sind gem. der verantwortlichen Fachgesellschaften wie folgt:

Ruhepuls bei Kindern nach Alter

Angabe in Schlägen pro Minute
 

Alter Normalbereich Mittelwert
1-2 Jahre 89-151 119
3-4 Jahre 73-137 108
5-7 Jahre 65-133 100
8-11 Jahre 62-130 91
12-15 Jahre 60-119 85

Ruhepuls bei Jugendlichen und Erwachsenen

Angabe in Schlägen pro Minute
 

Gruppe Normalbereich
Leistungssportler 35-50
Freizeitsportler 45-60
Bradykardie-Erkrankte unter 60
Untrainierte Erwachsene 60-80
Senioren 80-100
Tachykardie-Erkrankte über 100
Jugendliche 80-110



Wie Sie ganz einfach den Puls im Auge behalten

Um den Puls und dessen Entwicklung zu verstehen, sollte man in jedem Fall alle gemessenen Werte in einem Körperwertetagebuch dokumentieren. Dadurch erhalten Sie eine Aussage zur langfristigen Entwicklung und sehen genau, was Ihren Puls positiv beeinflusst. Für die schnelle Dokumentation stehen die VidaGesund-App und drahtlose Blutdruckmessgeräte zur Verfügung. Unsere angebundenen Blutdruckmessgeräte ermitteln für Sie den Puls automatisch mit. Außerdem erfolgt mit der Arythmie-Erkennung sofort ein Check, ob Ihr Herz unter Umständen unregelmäßig schlägt. Alle Werte können Sie natürlich jederzeit Ihrem behandelnden Arzt zur Verfügung stellen.

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