Evidenz

Evidenz und Quellen

Worauf wir Wert legen

Wir arbeiten auf Basis aktuellster wissenschaftlicher und medizinischer Erkenntnisse. Für uns ist angewandte Evidenz, dass wir als Grundlage für unsere Apps die Erkenntnisse aus allgemeingültigen Studien und klinischen Erfahrungen heranziehen, sofern wir uns auf diese zweifelsfrei verlassen können. In der Regel sind diese Studien gleichfalls die Grundlage für die Nationalen Versorgungsleitlinien. Wir verzichten aber aus Effizienz- und Kostengründen auch darauf etwas zu evaluieren, was bereits mehrfach erwiesen ist.

 

Grundsätze unseres Angebots

In einer Zeit, in der Menschen einen Großteil des Tages sitzend verbringen, nimmt die Bedeutung von Bewegung deutlich zu. Es ist erwiesen, dass zusätzliche Bewegung im Alltag und regelmäßiger Sport die Stoffwechsel- und Herz-Kreislauffunktionen positiv beeinflussen. Wer sich regelmäßig und viel bewegt oder Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit trainiert, kann auf Dauer das Risiko chronischer Krankheiten deutlich reduzieren. Außerdem ist belegt, dass Bewegung und Sport auch bei bereits begonnenen Therapien unterstützen, die potenziellen Folgeerkrankungen deutlich besser zu vermeiden.

In Deutschland sind zwischenzeitlich fast 60% aller Menschen übergewichtig. Oft kann eine begleitende Gewichtsreduktion Symptome lindern. Ein gutes Beispiel dafür ist die fachärztlich angewandte Basistherapie bei Typ 2 Diabetes, die über eine Reduktionsdiät die Insulinsensitivität des Körpers steigert. Deswegen unterstützen wir Menschen, die sich mit Abnehmen und gesunder Ernährung befassen. Wir sind davon überzeugt, dass die effektivste Gewichtsreduktion auf einem ganz einfachen und wissenschaftlich belegten Prinzip beruht: Abnehmen kann nur, wer weniger Kalorien aufnimmt als er verbraucht (Delta- oder Differenzprinzip). Deswegen unterstützen wir mit Anleitungen zu kalorienbewusster Ernährung und Motivation zu zusätzlichem Sport.

Fast ein Drittel aller Menschen, die an chronischen Erkrankungen leiden, fühlt sich mit den Therapieanforderungen und -vorgaben überfordert. Aus diesem Grunde setzen wir auf eine intuitive Bedienung der Apps, eine hohe Automatisierung der Abläufe, laufenden Wissensaufbau, regelmäßige Wiederholung von Inhalten und Selbstreflexion. Das sorgt dafür, dass sich mit dem Einsatz von VidaGesund die wesentlichen Erfolgselemente Therapietreue und Dokumentationsqualität auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau einpendeln.

Unsere Inhalte sind mit größer Sorgfalt und mit Hilfe einschlägiger Fachliteratur erstellt, sind aber kein Fachcontent, der durch Autoren mit einer medizinischen Ausbildung erstellt wurde. Wir begleiten den Patienten in der Therapie, die Therapiehoheit verbleibt jedoch grundsätzlich beim behandelnden Arzt. Aus diesem Grunde sprechen wir auch keine Therapieempfehlungen aus.

Publiziert haben wir unsere bisherigen Erfahrungen bei der dauerhaften Begleitung von Diabetikern und Hypertonikern im B & G Bewegungstherapie und Gesundheitssport, Ausgabe 6/2016,  (offizielles Organ Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) e.V.) des Haug Verlags im Georg Thieme Verlag, Stuttgart. Diese Ausgabe behandelte als Schwerpunktthema Diabetes mellitus. Den vollständigen Artikel können Sie sich hier downloaden.

 

Nationale Versorgungsleitlinien

Wir lehnen unsere Hinweise, dokumentierbare Therapieziele sowie Mess- und Vorsorgepläne an die Nationalen Versorgungsleitlinien an. Diese werden regelmäßig in einer gemeinsamen Initiative von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften zur Qualitätsförderung in der Medizin erstellt:

 

Zugrunde liegende Studien

VidaGesund orientiert sich an den aktuellsten medizinischen Erkenntnissen und Ergebnissen aus allgemein anerkannten Studien. Mehrere große internationale Studien mit hoher Evidenz zeigen, dass Lebensstiländerung und Therapietreue die entscheidenden Faktoren mit hoher Wirksamkeit z.B. für eine erfolgreiche Primär- als auch Tertiärprävention des Diabetes mellitus sind.

Lebensstiländerung

In der „Diabetes Prevention Study (DPS, n=522)“*1, in der Probanden mit einer gestörten Glukosetoleranz untersucht wurden, konnte durch „Lifestyle-Modifikation“ die Erkrankungsrate in einem dreijährigen Follow-Up von 22,9% auf 10,2% gesenkt werden, was einer Diabetes-Risikoreduktion um 58% entspricht.

In der US-amerikanischen Studie „Diabetes Primary Prevention Trial (DPP, n=1.079)“*2 wurde die Entwicklung des Risikos einer Folgeerkrankung mit Probanden in drei Gruppen verglichen (Lebensstiländerung und Metformin-Therapie vs. Kontrollgruppe ohne Lebensstiländerung und ohne Metformin-Therapie). Die Ergebnisse zeigen, dass bei einer mittleren Beobachtungsdauer von 2,8 Jahren das Risiko durch frühe Metforminbehandlung um 31%, durch Lifestyle-Modifikation aber um 58% im Vergleich zu Placebo gesenkt werden kann und belegt damit die finnischen Studienergebnisse.

Mit der „Look AHEAD-Studie“ (n=4.503)*3 wurden diese Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit von Lebensstiländerungen im Hinblick auf die partielle oder komplette Remission der Erkrankung untersucht. Dazu zwei Aussagen und Fakten, die so im Gesundheitsbericht 2014 nachzulesen sind:

Selbstmanagement

Dem Selbstmanagement wird in der Therapie eine entscheidende Rolle beigemessen. Diabetiker verbringen 99% des Alltags alleine und sind in vielen Fällen überfordert. Mit der Diabetes Attitudes, Wishes and Needs-Studie (DAWN2, n=15.000)*4 wurden folgende Ergebnisse ermittelt :

 

Quellen

Unsere Quellen sind grundsätzlich staatliche oder unabhängige wissenschaftliche Einrichtungen, die wir offengelegen. Damit sind die Sachverständigkeit, die Belegbarkeit, die Neutralität und die Transparenz über deren Motivation gewährleistet. Außerdem achten wir bei Informationen aus Pressemeldungen darauf, dass die Meldungen über zweite Quellen oder offiziell veröffentlichte Studienergebnisse verifiziert werden können.

Körpernormwerte

Für Norm- und Zielbereiche der Körperwerte dienen folgende Quellen als Grundlage:

Online-Tests

Die VidaGesund-Online-Tests für das Diabetes- und das Schlaganfallrisiko sind auf Basis der FINDRISK-Evaluation der Diabetesstiftung DDS entstanden. Für die Einordnung der BMI- und Waiste-to-Hip-Werte verwenden wir die Vorgaben der WHO. Dies gilt ebenfalls für die Ermittlung des geschätzten Kaloriengrundumsatzes und des -gesamtbedarfs.

Kalorienverbrauchsrechner

Für die genehmigte Nutzung der Grunddaten des Kalorienverbrauchs der jeweiligen Sportarten danken wir dem Institut für Prävention und Nachsorge GmbH (Köln).

VidaPedia

Für die Aufbereitung unserer Fachbeiträge in VidaPadia haben wir unzählige Fachbücher zur Hilfe genommen, auf deren Aufzählung wir im einzelnen auf Grund der Fülle verzichten. Maßgeblich redaktionell unterstützt haben uns bei Diabetes und Bluthochdruck Christine Breunig, Dipl. Biochemikerin, und Axel Klößner bei Thrombose. Inhaltlich haben uns zusätzlich viele Betroffene geholfen, hauptsächlich mit Erfahrungen im Alltag und vielen praktischen Tipps, die wir als Kunden oder in Selbsthilfegruppen persönlich kennenlernen durften. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle Texte und Beschreibungen und Graphiken die Meinung bzw. die Erfahrung der Verfasser darstellen. Die Autoren haben alle Texte diese nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Die Inhalte stellen in keinem Umfang den Ersatz für eine medizinische Hilfe wie z. B. durch darauf spezialisierte Fachärzte dar.

 

Quellenangaben der Studien
Diabetes Prevention Study (Tuomilehto, J., et al., Prevention of type 2 diabetes mellitus by changes in lifestyle among subjects with impaired glucose tolerance. N Engl J Med, 2001. 344(18): p. 1343-50.)( Eriksson, J., et al., Prevention of Type II diabetes in subjects with impaired glucose tolerance: the Diabetes Prevention Study (DPS) in Finland. Study design and 1-year interim report on the feasibility of the lifestyle intervention programme. Diabetologia, 1999. 42(7): p. 793-801.).
Diabetes Primary Prevention Trial (Knowler, W.C., et al., Reduction in the incidence of type 2 diabetes with lifestyle intervention or metformin. N Engl J Med, 2002. 346(6): p. 393-403.).
Action For Health In Diabetes, Look AHEAD (Clinical Trial, Tenth Revision, November 7, 2012, Overweight and obesity are major health problems)
Diabetes Attitudes, Wishes and Needs, DAWN2-Studie (globale Studieninitiative von Novo Nordisk mit der International Diabetes Federation (IDF), der International Alliance of Patient Organizations (IAPO) und dem Steno Diabetes Center)
Gesundheitsbericht Diabetes 2014 und Umfrage des Berufsverbands der Diabetologen 2012
DAPI (Deutsches Arzneiprüfungsinstitut e.V. , 45. Jahrestagung der Dt. Diabetes Gesellschaft 2010)
Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), 1. Auflage, 4. Version, Stand November 2014
Quellen zu dieser Leitlinie finden Sie hier
Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL), Stand 2014
Quellen zu dieser Leitlinie finden Sie hier
Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Stand 31.01.2013
Quellen zu dieser Leitlinie waren hier zu finden.
Schlussbericht „Die Kosten der nicht übertragbaren Krankheiten in der Schweiz“ im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit - Abteilung Nationale Präventionsprogramme / Stand: 16. Juni 2014
Diabetes Prevalence in Switzerland / Diabetes Care. 2011