Vollkorn, Mehrkorn oder Mischbrot?

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Vollkorn

Ernährungs-Wissen

Durchblick beim Brot behalten

In Deutschland gibt es über 3.000 verschiedene Brotsorten. Das ist sicherlich weltweit einzigartig. Am häufigsten treffen wir auf Misch- und Vollkornbrote. Während traditionell Roggen und Weizen häufiger verwendet wurden, ziehen zwischenzeitlich Dinkel, Emmer & Co. deutlich nach. Vor allen Dingen durch eine gehäufte Glutenintoleranz greifen Menschen häufiger nach Aternativen. Doch was sind die Unterschiede? Ist Brot aus Vollkorn gesünder als "normales"? Wir liefern einige Antworten auf diese Fragen.

 

Gluten in Getreide

Fast alle in Deutschland beim Bäcker verwendeten Getreidesorten enthalten Gluten. Neben dem klassischen Weizenmehl enthält auch Roggen, Gerste und Dinkel Gluten. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um ein normales oder ein Vollkornprodukt handelt. Wirklich glutenfreie Alternativen sind Amaranth, Hirse, Hafer, Buchweizen, Reis und z. B. Quinoa. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Produkte nicht kontaminiert sind. Dies erfolgt hauptsächlich bei nicht sachgemäßer, also streng getrennter, Lagerung. Häufig wird irrtümlich zu Alternativen gegriffen, die ebenfalls Gluten enthalten. So enthalten z. B. Grünkern, Emmer, Sago und Durum ebenfalls Gluten.

 

Vollkorn oder Mehrkorn?

Vollkorn bedeutet, dass neben dem Mehlkörper auch die Keime und Randschichten mitverwendet werden. Dadurch bleiben deutlich mehr Nähr- und Mineralstoffe im Mehl enthalten.

Die Bezeichnung "Mehrkorn" sagt nur aus, dass Bäcker mindestens drei unterschiedliche Kornsorten verwenden. Nicht mehr und nicht weniger. Vollkorn sind diese Produkte meißt nicht. Vorsicht bei Backwaren mit sichtbaren Körnern, z. B. mit Sonnenblumenkernen. Hier werden zwar Körner mitgebacken, das Brot selbst besteht in der Regel aber nicht aus Vollkorn.

 

Was bringt Vollkorn?

In einem Vollkornbrot sind fast doppelt so viele Vitamine enthalten, wie in einem normalen Brot. Die Randschicht des Korns enthält zusätzlich Mineralstoffe wie Kalzium. Die Mineralstoffmenge ist im Vergleich übrigens fast dreimal so groß. Außerdem erhöht sich die Menge an Ballaststoffen. Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel durch die Kohlenhydrate langsamer ansteigt. Dadurch belibt der Körper länger gesättigt, empfindet also deutlich später wieder Hunger. Außerdem regen Ballaststoffe die Verdauungstätigkeit an. In den Keimen befinden sich darüber hinaus wichtige Öle.

Je deutschem Haushalt werden fast 50 Kilogramm Brot pro Jahr verspeist und Vollkorn nur zu ca. 10% verwendet. Also genügend gute Gründe und auch Potenzial für den Griff zu Vollkornprodukten. Vor allen Dingen, wenn der Blutzuckerspiegel besser eingestellt bleiben soll!

 





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