Thermalwasser Wirkung auf Kreislauf

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Thermalwasser und seine Wirkung: Was einen guten Thermenbesuch ausmacht

Thermalwasser unterscheidet sich von gewöhnlichem, aufgeheiztem Poolwasser durch seine natürliche Herkunft aus tieferen Erdschichten, wo es auf dem Weg an die Oberfläche Mineralien aus dem Gestein aufnimmt. Je nach Region variiert die genaue Zusammensetzung erheblich, was auch erklärt, warum sich Thermen in ihrer Wirkung spürbar unterscheiden können. Manche Quellen enthalten mehr Schwefel oder Kohlensäure, andere eher Natrium oder Calcium, je nach geologischem Untergrund der jeweiligen Region und Tiefe der Quelle.

Für viele Gäste steht dabei weniger die genaue chemische Zusammensetzung im Vordergrund als das grundsätzliche Gefühl von Wärme und Auftrieb, das warmes Wasser im Vergleich zu Landaktivitäten so besonders macht. Dieses Gefühl der Schwerelosigkeit trägt spürbar dazu bei, dass sich ein Thermenbesuch anders anfühlt als ein gewöhnliches Bad zu Hause, selbst wenn die Wassertemperatur zu Hause ähnlich hoch eingestellt wäre und die Badewanne ebenfalls gut gefüllt ist.

 

Warum Wärme auf den Körper so wirkt, wie sie wirkt

Warmes Wasser erweitert die Blutgefäße und verbessert dadurch kurzfristig die Durchblutung, was viele Menschen als lösend für verspannte Muskulatur empfinden.

Eine Therme in der Stadt Villach nutzt genau diese Effekte, indem verschiedene Becken mit unterschiedlichen Temperaturen kombiniert werden, sodass Gäste je nach eigenem Empfinden zwischen wärmeren und kühleren Bereichen wechseln können. Innen- und Außenbecken sind dabei häufig so verbunden, dass ein Wechsel ganz ohne Umkleiden möglich ist, auch bei winterlichen Außentemperaturen und Minusgraden.

Gleichzeitig nimmt der Auftrieb im Wasser einen Großteil des Körpergewichts von Gelenken und Wirbelsäule, was besonders bei Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich als Erleichterung wahrgenommen wird. Auch Menschen mit empfindlichen Gelenken profitieren häufig von dieser Entlastung, die an Land in dieser Form kaum erreichbar ist, weshalb leichte Bewegungsübungen im Wasser oft deutlich angenehmer ausfallen als vergleichbare Übungen an Land.

Unser Tipp: Mit Wassergymnastik lässt sich ein gelenkschonender Muskelaufbau umsetzen. Dadurch steigt unter anderem die Insulinsensitivität, die wiederum für eine Verbesserung im Bereich der Blutzuckerwerte sorgen kann.

 

Der Wechsel zwischen Warm und Kalt

Nicht nur Wärme allein wirkt, sondern gerade der bewusste Wechsel zwischen warmen Becken und kühleren Anwendungen wie Kaltwasserbecken oder Freiluftbereichen im Winter. Dieser Kontrast regt den Kreislauf zusätzlich an und wird von vielen erfahrenen Thermengästen als eigentlicher Höhepunkt eines Besuchs beschrieben. Gerade der Sprung von warmem Innenbecken in kalte Winterluft wird von vielen als besonders intensiv beschrieben, selbst wenn Schnee oder Raureif die Umgebung säumen.

Wer diesen Wechsel noch nie ausprobiert hat, sollte langsam beginnen: ein kurzer Abstecher ins kühlere Becken nach einer längeren Zeit im warmen Wasser reicht oft schon aus, um den belebenden Effekt zu spüren, ohne den Körper zu überfordern. Mit der Zeit lässt sich die Dauer der kühleren Phase dann schrittweise steigern, ganz ohne Zeitdruck oder festen Plan.

 

Saunalandschaften als sinnvolle Ergänzung

Viele Thermen kombinieren Wasserbereiche mit angeschlossenen Saunalandschaften, die auf trockener Hitze statt Wasser basieren. Diese Kombination erlaubt einen zusätzlichen Wechsel der Anwendungsformen innerhalb eines Besuchs, was gerade bei längeren Aufenthalten für Abwechslung sorgt. Unterschiedliche Saunatypen, von milder Biosauna bis zu klassischer Finnischer Sauna, sprechen dabei verschiedene Vorlieben an, sodass sich für nahezu jede Hitzeverträglichkeit eine passende Variante findet.

Wichtig ist dabei ausreichend Zeit zur Regeneration zwischen den einzelnen Anwendungen, da der Körper sonst mehr Belastung als Erholung erfährt, wenn Sauna und Thermalbecken zu dicht aufeinanderfolgen. Eine Ruhepause von mindestens fünfzehn bis zwanzig Minuten zwischen den Anwendungen gilt bei erfahrenen Besuchern als bewährte Richtgröße, gerade an Tagen mit mehreren Sauna- und Beckengängen.

 

Den Thermenbesuch richtig timen

Ein Besuch am frühen Vormittag unter der Woche fällt in den meisten Thermen deutlich ruhiger aus als am Wochenende oder in den Abendstunden, wenn viele Berufstätige gleichzeitig anreisen. Wer flexibel ist, profitiert an ruhigeren Tagen von spürbar mehr Platz in Becken und Ruhebereichen. Auch die Nebensaison außerhalb von Schulferien bietet häufig deutlich entspanntere Bedingungen als die Hauptreisezeiten, wenn Familien mit Kindern die Becken stärker beanspruchen.

 
 

Quelle des Bildes: Von goodluz – stock.adobe.com

 
 

Bild von Alex Gmelin




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