Schlaf und Schlafdauer

in Diabetes, Gesundheit, Herz & Kreislauf

Guter Schlaf sorgt für gute Blutwerte

Schlaf ist gesund für Körper und Geist, das liest man immer wieder. Doch was genau heißt das? Wie wirkt sich die Nachtruhe beispielsweise auf den Stoffwechsel aus und wie auf die Blutwerte? Besonders hinsichtlich des Blutzuckers und die ihn regulierenden Hormone Insulin und Glucagon aus der Bauchspeicheldrüse ist der Einfluss von Schlaf sowie Schlafmangel gut dokumentiert. Im Folgenden haben wir für Sie eine Zusammenfassung unterschiedlicher Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

 

Zahlreiche Studien zum Schlaf

Verschiedene Studien aus mehreren Ländern haben in der Vergangenheit aufgezeigt, dass zu wenig Schlaf zu einem Risiko von Typ-2-Diabetes und Adipositas führt. Gerade dann, wenn Schlafstörungen dafür sorgen, dass die zusammenhängende Schlafdauer die Marke von fünf Stunden nicht überschreitet. Die ab 1986 in den USA durchgeführte „Nurses‘ Health Study“, bei der rund 70.000 Krankenschwestern hinsichtlich ihrer Schlafgewohnheiten und deren Auswirkungen untersucht wurden, belegte dies. Metaanalysen mit Daten von 630.000 Probanden verschiedener Altersgruppen bestätigten den negativen Einfluss von Schlaflosigkeit und Schlafstörungen auf den Body-Mass-Index (BMI). Doch wie genau sorgt der fehlende Schlaf für diese Probleme? Diese Frage konnte eine Untersuchung aus Deutschland beantworten.

 

Untersuchung zur ausreichenden Schlafdauer

Die Untersuchung fand in Lübeck statt und beobachtete die Werte von 15 Männern mit normalem Gewicht. Untersucht wurden ihre Blutwerte jeweils nach zwei Nächten mit weniger als viereinhalb Stunden Schlaf und zwei Nächten mit jeweils über acht Stunden Schlaf.

Interessant an den Ergebnissen: erst nach dem Frühstück zeigte sich ein Unterschied in den Werten, davor keine. Und auch die einzelne Verteilung ist interessant: zwar gab es einen erhöhten Insulinspiegel, dieser konnte aber nicht effizient Wirkung zeigen, weshalb auch der Blutzuckerspiegel erhöht war. Das führt zu einem Ungleichgewicht des Nährstoff- und Hormonhaushalts in Blut und weiteren Organen, der die Gesundheit negativ beeinträchtigen kann.

 

Bauchspeicheldrüse leidet unter Überbelastung

Nicht nur bei der oben beschriebenen Untersuchung, sondern auch bei Folgeuntersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass neben zu viel Insulin auch gegenläufig eine verminderte Menge Glucagon von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet wird. Das Glucagon löst den durch Insulin in Körperzellen gebundenen Zucker, zeigt aber bei übernächtigten Menschen ebenso eine verfälschte Wirkung wie das Insulin. Insgesamt kann also festgehalten werden, dass die Funktion der Bauchspeicheldrüse sowohl in den Alpha- (Glucagonproduktion) als auch in den Beta-Zellen (Insulinproduktion) gestört wird, wenn die Nachtruhe zu kurz oder unruhig ausfällt. Neben einer Gewichtszunahme, der noch beizukommen ist, kann sich langfristig ein Typ-2-Diabetes entwickeln.

 

Optimale Schlafdauer herausfinden

Aber nicht nur zu kurzer Schlaf kann negative Auswirkungen auf Körper und Geist haben. Auch zu viel Schlaf bringt den Stoffwechsel durcheinander, ist schlecht für den Rücken und kann weitere unangenehme Folgen haben. Die Schlafforschung hat bisher eine durchschnittliche Nachtruhe von sieben bis acht Stunden als ideal ermittelt. Den für Sie perfekten Wert können Sie durch Ausprobieren feststellen. Experten weisen darauf hin, dass die richtige Schlaflänge in der Nacht dann erreicht ist, wenn man zur dazugehörenden Schlafenszeit am Abend wieder müde wird. Gesunder Schlaf ergibt sich also auch aus einem regelmäßigen, routinierten Wechsel aus Schlaf- und Wachphasen.

 

Das richtige Bett für Rücken, Herz und Stoffwechsel

Gesunder Schlaf

Man liegt einem bekannten Sprichwort nach so, wie man sich bettet. Für ausreichend Schlaf und damit für ein niedrig gehaltenes Diabetes-Risiko sollte man demnach nicht an der Schlafunterlage sparen. Ein durchdachtes Schlafsystem ist einer Billig-Matratze eines Discounters in jedem Fall vorzuziehen, weil es sich positiv auf die Körperhaltung auswirkt; nicht zuletzt auf die Wirbelsäule.

Überdies kann man mit ausreichend ruhigem Schlaf Herzproblemen, Bluthochdruck und sogar Depressionen vorbeugen. Perfekt auf den Körper designte Schlafsysteme mit individuellen Anpassungen produzieren einige deutsche Anbieter. Ein gutes Beispiel sind innovative Zwei-Matratzen-Systeme in Boxspring-Betten, z.B. von Schramm. Diese bieten bei Unterstützung der natürlichen Körperkontur einen optimalen Ausgleich der verschiedenen Druckpunkte auf die Unterlage. Das hilft zu ruhigem Schlaf und verlängert erholsame Tiefschlafphasen.

 

Gut und genügend schlafen unterstützt die Gesundheit!

Ein gutes Bett, auf dem der nächtliche Schlaf für sieben bis acht Stunden nicht gestört wird, sowie die Vermeidung von Faktoren, die zu Schlafstörungen führen, sorgen für eine deutlich verbesserte Gesundheit. Um Stoffwechselstörungen, ein erhöhtes Diabetes-Risiko, Herzprobleme sowie Rückenschmerzen zu vermeiden, sollte der Nachtschlaf außerdem nicht unter die Fünf-Stunden-Marke fallen.

Wer hätte diese große Bedeutung des Schlafs vor einigen Jahren für möglich gehalten? Das dürfte auch der Grund sein, warum immmer häufiger appunterstütze Systeme zur Schlafdokumentation angeboten werden. In unserer App und dem Online-Tagebuch können Sie übrigens den täglichen Schlaf umfassend dokumentieren und die Einflüsse auf die Vitalparameter ganz einfach nachvollziehen.

Weitere Informationen, auch zur Vermeidung von Stress und anderen Störfaktoren, erhalten Sie von Ihrem Arzt. Vor allem dann, wenn Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum auftreten, sollten Sie sich in jedem Fall ärztlichen Rat einholen.

 

Quellen:

Pharmazeutische Zeitung, https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-172011/schlechter-schlaf-stoert-den-stoffwechsel/

T-Online, https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_81354606/was-zu-wenig-schlaf-mit-unserem-koerper-macht.html

 

Quelle der Bilder:
© pexels.com, Bruce Mars
© schramm-werkstaetten.com

 
 





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