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Glühwein bei Diabetes richtig einschätzen

Kurz vor Weihnachten öffnen die Weihnachtsmärkte wieder überall. Warmer Kerzenschein, tolle Geschenkideen, leckeres Essen und viele heiße Getränke wechseln sich vielfältig ab. Dabei ist der Glühwein wohl das am meisten konsumierte Getränk auf deutschen Weihnachtsmärkten. Für viele Diabetiker stellt sich immer wieder die Frage, wie sich der Alkohol und der reichlich verwendete Zucker in einem Glühwein auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung.

 

Berechnung der Insuline

Grundsätzlich können Insulin spritzende Diabetiker vorgehen, wie sonst bei Alkoholgenuss auch. Alkohol und Zucker des Glühweins sind bei der Berechnung der Insuline in der Regel neutral. Das bedeutet, dass sie nicht zu berücksichtigen sind. Der Grund dafür ist, dass die Leber, während des Alkoholabbaus, keine Glukose in das Blut abgibt.

 

Erhöhtes Unterzuckerungsrisiko

Die vom Glühwein gehemmte Zuckerfreigabe führt dazu, dass das Unterzuckerungsrisiko steigt. Unterzuckerungen (Hypoglykämien) in der Nacht sind damit wesentlich wahrscheinlicher. Die Glukosefreigabe setzt nämlich erst einige Zeit nach dem erfolgten Alkoholabbau wieder ein. Zwischenzeitlich verbrauchen Körperzellen und Gehirn aber ganz normal Glukose. Üblicherweise kann davon ausgegangen werden, dass nach übermäßigem Glühwein- oder Alkoholgenuss für bis zu 12 Stunden eine erhöhte Unterzuckerungsgefahr besteht.

Wenn Glühwein, Sekt oder Hochprozentiges in größeren Mengen getrunken wird, sollten Sie zusätzlich Kohlenhydrate zu sich nehmen. Also z.B. durch eine Scheibe Brot. Die bekannte Ausnahme ist dabei natürlich Bier, weil hier, zusätzlich zum Alkohol, eine große Menge an Malzzucker enthalten ist.

 

Glühwein in Maßen ist unkritisch

Fazit: Glühwein ist für Insulin spritzende Diabetiker unkritisch. Größere Mengen Alkohol sorgen jedoch für ein Risiko einer Unterzuckerung. Jeder Diabetiker muss die Wirkung von Alkohol durch eigene Erfahrung erlernen, weil die Leber bei unterschiedlichen Menschen nie in einem identischem Maße Alkohol abbaut und Glukose freigibt.

Sollte es doch zu einer Unterzuckerung kommen benötigen Sie als Notfallhilfe eine Zuckerinjektion. Das normalerweise verwendete Glukagon kann in diesem Fall nicht helfen, weil der Alkohol die Wirkungsweise des Glukagons ebenfalls unterbindet. Eine gute inhaltliche Zusammenfassung der Wirkung des Alkohols bei Diabetikern finden Sie auf den Seiten von diabetesDE.

 

 

Das Team von VidaGesund wünscht Ihnen viel Spaß in der Vorweihnachtszeit!

 

 

 





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