Menü Ratgeber

Ratgeber:

Diabetes Ernährung




Diabetes Ernährung

Diabetes Ernährung bei Typ 2

Warum Typ 2 oft "heilbar" ist

Diabetes-Diagnose für Typ 2

Mittlerweile erhalten ganz viele Menschen im Alter zwischen 40 und 60 die Diagnose "Diabetes Typ 2". Das ist zugegebenermaßen häufig ein Schock. Vor allen Dingen dann, wenn man davor über Jahrzehnte nie richtig krank war und sich um seine Gesundheit auch nicht sorgen musste.

Sie können wirklich davon ausgehen, dass wir ganz genau wissen, wie Sie sich fühlen und wovon wir reden. Unsere eigene Erfahrung, die Rückmeldungen unserer Nutzer und der enge Kontakt zu Selbsthilfegruppen haben uns über Jahre geschult. Auch wenn wir keine Mediziner sind, haben wir sehr gut verstanden, was uns uns hilft. Ganz häufig verbunden mit der Frage: "Was ist die richtige Diabetes Ernährung?". Dazu später mehr.

In den letzten Jahren sinkt das durchschnittliche Alter bei der Erstdiagnose immer weiter ab. Das liegt, ganz einfach gesprochen, daran, dass wir uns immer weniger bewegen und uns in der Hektik des Alltags einfach anders ernähren. Kurze Pausen in der Arbeitswelt zwingen uns dazu exakt das zu essen, was uns in diesem Moment zur Verfügung steht. Außerdem steigen sowohl Arbeitszeiten, wenn man die täglichen Pendlerzeiten dazurechnet, als auch die Sitzdauer permanent an. Dies führt wiederum dazu, dass uns weniger Zeit für Sport und Bewegung sowie das Kochen bleibt. Die Folge daraus sind Snacks für "zwischendrin", Fertigmahlzeiten oder Fastfood und Sofa statt Fitness. Für einen Körper, der eigentlich für Bewegung geschaffen wurde, ist es keine einfache Übung dies alles zu kompensieren. Deswegen haben wir diesen Gesundheits-Ratgeber erstellt um mit kleinen Umstellungen zu helfen.

Unterschied zu Typ 1-Diabetes

Bei einem diagnostizierten Typ 1-Diabetes wurden durch die Abwehrzellen des Immunsystems die Beta-Zellen zerstört. Die Beta-Zellen sind die Zellen, die das körpereigene Insulin produzieren. Sie befinden sich in der Bauchspeicheldrüse und ergänzen sich mit den Alpha-Zellen, die Glukagon herstellen. Warum diese Immunreaktion ausgelöst wird, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Allerdings ist wissenschaftlich belegt, dass die Zerstörung nicht reparabel ist. Das bedeutet, dass Typ 1-Diabetiker zwingend und ein Leben lang ihrem Körper Insulin zuführen müssen.

Ein Typ 2-Diabetes liegt dann vor, wenn die Bauchspeicheldrüse zwar noch Insulin produziert, aber diese Menge nicht mehr ausreicht, um den Blutzuckerspiegel auf ein "gesundes" Niveau zu regulieren. Der Grund kann eine mangelnde Produktion der Bauchspeicheldrüse sein, eine zu große Masse an Körperzellen für die Insulinmenge oder eine zu geringe Insulinsensitivität des Körpers. Bleibt dadurch der Blutzuckerspiegel dauerhaft zu hoch, werden Nervenzellen oder Blutgefäße geschädigt.

Therapie bei Typ 2-Diabetes

Die Therapie bei einem Typ 2-Diabetes erfolgt in der Regel in drei Stufen. Der zu Grunde liegende Algorithmus, der durch die Nationalen Versorgungsleitlinen für Typ 2 definiert ist, sieht folgende Abfolge vor, um schwere Folgeerkrankungen zu vermeiden:

  1. Im Rahmen der Basistherapie wird durch Abnehmen und Bewegungszunahme versucht den Blutzuckerspiegel abzusenken
  2. Falls das nicht ausreicht werden zusätzlich Medikamente verabreicht (sogenannte Antidiabetika)
  3. Kann der Blutzuckerspiegel medikamentös nicht dauerhaft gesenkt werden, folgt die Insulingabe

Je stärker der Diabetes fortschreitet, umso schwieriger ist eine Umkehrung und desto wahrscheinlicher ist das Eintreten von schweren Folgeerkrankungen. Deswegen gilt es in einer frühen Phase dafür zu sorgen, dass das körpereigene Insulin für die ordnungsgemäße Blutzuckerregulation ausreicht. Dazu ist es wichtig, dass die Körpermasse zum produzierten Volumen passt und die Insulinsensitivität des Körpers wieder ansteigt. Dabei spielt die passende Diabetes Ernährung eine nicht unerhebliche Rolle. Wie das erreicht werden kann, erfahren Sie in den nächsten Kapiteln.

Heilung bei Diabetes Typ 2

Die gute Nachricht für Sie ist, so erschreckend die Diagnose "Typ 2-Diabetes" auch sein mag, viele Dinge sind änderbar. In zahlreichen Studien wurde einwandfrei nachgewiesen, dass in bestimmten Fällen ein Typ 2-Diabetes "heilbar" ist. In einer aktuellen Studie wurde sogar belegt, dass Abnehmen bei Typ 2-Diabetes eine bis zu 86%-ige Umkehrung (Remission) unterstützt. Diabetes ist erstmal grundsätzlich nicht vollständig heilbar, weswegen sie als chronische Krankheit definiert wird. Aber die Umkehrung bezieht sich auf die Diabetes Ernährung eingetretene Glukose-Intoleranz Ihres Körpers. Sie können diese Glukose-Intoleranz kompensieren und mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit ein Leben ohne Medikamente oder Insulin-Spritzen führen.

Zusammengefasst sind die guten Nachrichten für Sie:

Für eine dauerhafte Verbesserung können Sie an vielen Stellen aktiv ansetzen. Schon die Umsetzung einiger Punkte reicht aus, um eine Verbesserung zu starten. Dazu haben wir für Sie eine Vielzahl von Informationen zusammengefasst, auf die Sie täglich zugreifen können. Vielleicht finden Sie Punkte, die für Sie eine Hilfe darstellen und für Sie  einfach umzusetzen sind.

Diät oder Ernährungsumstellung?

Wenn Abnehmen das Ziel ist, gibt es vielfältige Möglichkeiten vorzugehen. Aus unserer Überzeugung ist eine Ernährungsumstellung aus vielerlei Gründen Diäten vorzuziehen. Wer diese Art des Abnehmens gleichzeitig mit mehr Bewegung verbindet, wird langfristig sein Gewicht absenken und die Körperwerte erheblich verbessern können. Natürlich benötigen Sie etwas mehr Zeit bis zum Zielgewicht, aber dafür können Sie dieses auch dauerhaft auf einem niedrigeren Niveau halten. Auch wenn sich leichte jahreszeitliche Schwankungen, die übrigens ganz normal sind, immer wieder einstellen.

Am Ende ist Ihr Körpergewicht ein Spiegel der persönlichen Kalorienbilanz. Übersteigt die Kalorienaufnahme den -verbrauch, legen Sie als Konsequenz auch beim Körpergewicht zu. Eine simple Faustformel besagt, dass ca. 7.000 Kilokalorien Kalorienüberhang in etwa einem Kilogramm Körpergewicht entsprechen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Sie in etwa 7.000 Kilokalorien zusätzlich verbrennen oder mit der passenden Diabetes Ernährung schon beim Essen einsparen müssen, um ein Kilogramm Körpergewicht zu verlieren.

Allerdings kann man von einigen Diäten lernen. Einzelne Elemente, wie z. B. der Umstieg auf Vollkornprodukte oder der Schwenk zu mehr Ballaststoffen, ist äußerst sinnvoll. Außerdem belegen begleitende Studien eindeutig, dass sich bestimmte Änderungen der Ernährungsgewohnheiten direkt auf die Senkung des Blutzuckerspiegels auswirken. Der Langzeitblutzucker (HbA1c) konnte am positivsten mit einer Low-Carb-Diät beeinflusst werden. Das liegt in erster Linie daran, dass vor allen Dingen die den Blutzuckerspiegel beeinflussenden Kohlenhydrate reduziert werden. Ein perfektes Kernelement, um es auf eine Diabetes Ernährung passend zu übertragen. Im Schnitt sinkt der HbA1c bei dieser Art der Ernährung bei einem Diabetes um 0,47 bis 0,82 Prozent-Punkte. Einen interessanten Artikel dazu finden Sie z. B. in der Pharmazeutischen Zeitung vom 08.02.2018.

Auch wenn es die klassische Diabetes Ernährung nicht gibt, so kann bei einem Typ 2-Diabetes die Ernährung doch Einiges bewegen und den Blutzuckerspiegel deutlich senken. In Verbindung mit mehr Bewegung können Sie so einige Kilos verlieren ohne sich dauerhaft in einer Abfolge von immer neuen Diäten wiederzufinden.

Effekte von Intervallfasten

Ein weiterer Ansatz ist das Intervallfasten. Ein kanadischer Nephrologe hat, auf der Suche nach der passenden Ernährung bei Bluthochdruck, eine interessante Entdeckung machen können. Nach der Anwendung spezieller Ernährungsprogramme konnte er belegen, dass sich durch die Kombination dieser Programme mit Intervallfasten nicht nur der Blutdruck stärker senken lässt, sondern auch die Insulinsensitivität wieder deutlich zugenommen hat. Beim Intervallfasten werden ein bis zwei Fastentage pro Woche eingelegt. Wir haben es noch nicht getestet, wer daran interessiert ist, findet z. B. auf den Seiten der Bundeanstalt für Landwirtschaft und Ernährung eine sehr gute Zusammenfassung mit praktischer Anleitung für das Intervallfasten. Erstellt wurde dieses Anleitung von Frau Dr. Lioba Hofmann.

Gesünder ernähren

Vitamine und Ballaststoffe

Diabetes Ernährung BallaststoffeVitamine sind für den menschlichen Körper lebenswichtig. Sie unterstützen bei der Verwertung von Kohlenhydraten, Eiweißen sowie Mineralstoffen, stärken das Immunsystem und helfen bei der Zellbildung. Fast alle Vitamine müssen durch die Ernährung aufgenommen und können durch den Körper nicht selbst hergestellt werden.

Ballaststoffe sind pflanzliche Fasern, die im Darm nicht oder nur in kleinen Teilen verdaut werden. Die Ballaststoffe helfen, dass der Darm, durch eine längere Verweildauer der Speisen, die Verdauungsarbeit besser verrichten kann. Außerdem binden Ballaststoffe Gifte und Schadstoffe, die dadurch besser ausgeschieden werden können.

In der Diabetes Ernährung spielen Ballaststoffe eine zusätzliche Rolle. Jede Art von Kohlenhydraten, die durch den Körper aufgenommen werden, lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen und dann durch die einsetzende Insulin-Produktion wieder absinken. Bei einem Typ 2-Diabetes bleibt der Blutzuckerspiegel länger im oberen "roten" Bereich, weil das Insulin im Körper nicht mehr optimal wirkt oder zu wenig produziert wird. Ballaststoffe verhindern einen schnellen Blutzuckeranstieg und sorgen durch die Glättung des Blutzuckerspiegels außerdem für eine längere Sättigung. Wenn Sie also Hunger verspüren ist das nichts anderes als die Reaktion auf einen gesunkenen Blutzuckerspiegel. Ihr Körper "ruft" nach Nachschub für den wieder gewünschten Anstiegs des Blutzuckers.

Obst und Gemüse

Ein wichtiger Punkt in der Diabetes Ernährung ist der richtige Umgang mit Obst. Obst bietet zwar viele Vitamine, allerdings auch relativ viel Zucker. Der in Obst enthaltene Zucker (Fruktose) ist sehr einfach aufgebaut (kurzkettige Kohlenhydrate) und wird nur in kleinen Mengen vollständig über die Leber abgebaut. Deswegen sollte Obst am besten vor dem Sport und ansonsten eher reduziert genutzt werden. Wir sagen immer ganz scherzhaft: "Gemüse ist das bessere Obst!". Achten Sie am besten auf folgende Dinge:

Durch eine langsame Umsetzung einzelner Punkte gewöhnen Sie sich an die geänderte Ernährung. In der Regel ganz ohne das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen. Damit dauert die Gewichstabnahme zwar etwas länger, aber sie bleibt Ihnen damit langfristig erhalten. Ein toller Nebeneffekt ist, dass viele Gemüsesorten für eine aktive Reduzierung Ihres Cholesterinspiegels sorgen.

Fett reduzieren

Bei einer Ernährungsumstellung ist es sinnvoll, dass Sie überall ein wenig einsparen und Ihre Ernährung nicht radikal verändern. Das erzeugt nur Heißhunger und Frust bei Rückfällen. Beachtenswert ist aber, dass Fett die größte Energiedichte besitzt und im Vergleich zu Eiweiß und Kohlenhydraten deutlich mehr an Kalorien zur Verfügung stellt (bei identischem Gewicht). Deswegen lohnt es sich hier etwas zu sparen. Am besten in einem Maße, dass Sie nicht wirklich bemerken. Mit folgenden Tipps kann das gelingen:

Diabetes Kalorien sparenDie tägliche Menge an aufgenommenem Fett sollte bei einer Diabetes Ernährung 30 Gramm pro Tag nicht überschreiten, außerdem sollte der Fettanteil an der Nahrung nur max. 30% betragen. Ein ganz wichtiger Hinweis dazu. In vielen Fertiggerichten, z. B. auch bei Salatdressings, verwenden die Hersteller Unmengen an Öl, Zucker und Salz. Machen Sie die Salatsoßen lieber selbst und verwenden Sie einfach fettarmen Naturjoghurt und Kräuter, Sie werden überrascht sein, wie gut das schmeckt.

Kalorien sparen

Die Hauptaufagbe bei einer langfristigen Umstellung der Ernährung bei einem Diabetes, falls Sie gleichzeitig mit Abnehmen verbunden sein soll, ist die Reduktion der Kalorien. Als Alternative können Sie auch für die Zunahme des Kalorienverbrauchs sorgen. Dieser wiederum hängt aber entscheidend von Ihrer Disziplin ab. Falls das nicht Ihre Stärke sein sollte, dann also besser gleich vermeiden und nicht später wieder verbrennen:

Oft ist es einfacher zu verzichten, wenn bestimmte Lebensmittel erst gar nicht verfügbar sind. Doch was macht man, wenn der Heißhunger einsetzt? Ich habe ein relativ einfaches Rezept, das mir persönlich zu 100% hilft, wenn ich extreme Lust auf Süßigkeiten bekomme. Das Rezept ist wie folgt:

Wenn die Gelüste ganz schlimm sind, ergänze ich einen Teelöffel Honig oder erhöhe die Joghurtmenge auf 500 Gramm. Danach bin ich mehr als satt und meine Hungerattacken sind zu 100% bekämpft. Viel besser und gesünder als jedes Brot und jede Schokolade am Abend.

Viele weitere praktische Tipps haben wir exklusiv für unsere Premium-Nutzer im Ratgeber "Kalorien sparen" zusammengetragen.

Diabetes Ernährung

Grundsätzliches

Die klassische Diabetes Ernährung, dass haben Sie vielleicht schon bemerkt, die gibt es nicht. Aber es gibt natürlich durchaus besser oder schlechter geeignete Nahrungsmittel. In den vorherigen Kapiteln konnten Sie dazu schon eine Menge erfahren. Kurz zusammengefasst: Kohlenhydrate lieber meiden und eher auf Eiweiß, Ballaststoffe und Vitamine setzen. Machen Sie vor allen Dingen einen großen Bogen um stark zuckerhaltige Speisen und Getränken, diese werden Ihren Blutzuckerspiegel immer und vor allen Dingen schnell in die Höhe treiben.

Nachfolgend finden Sie ein paar Erfahrungen, die wir gemacht haben:

  1. Wenn Sie wenig bis nichts frühstücken, können Sie vor der Mittagszeit "brunchen" und so vielleicht mit nur zwei Mahlzeiten täglich auskommen.
  2. Essen Sie niemals im Stehen oder Gehen, sondern immer im Sitzen und niemals vor dem Fernseher.
  3. Lassen Sie sich Zeit beim Essen. Vor dem zweiten Teller fünf Minuten pausieren, Sie werden sehen, meist wollen Sie den zweiten nicht mehr.
  4. Stellen Sie die Töpfe nicht auf den Tisch. So treffen Sie die Entscheidung für die zweite Portion viel bewusster, weil Sie aufstehen müssen.
  5. Trinken Sie in jedem Fall viel Wasser. Das füllt den Magen, sättigt, ist gesund und hilft dem Körper bei allen Stoffwechsel- und Verdauungsprozessen.
  6. Versuchen Sie wieder mehr selbst zu kochen. Damit vermeiden Sie viel Fett, Zucker und Salz aus Fertiggerichten.

Übrigens benötigen Sie zum Kochen gar nicht so viel Zeit, wie es oftmals scheint. Zu zweit ist Kochen ein perfekter Ausklang des Arbeitstages, auch wenn man sich dazu erstmal aufraffen muss. Unsere Einschätzung: Das lohnt sich in jedem Fall!

Glykämischer Index

Mittlerweile ist der glykämische Index (GI) in der Diabetes- und Ernährungsberatung ein wenig aus der Mode gekommen. Zu ungenau, teilweise zu schwierig anzuwenden und die ausschließliche Einordnung der Kohlenhydrate, ganz ohne Bewertung der Fette, bietet einige Angriffspunkte. Die Energiedichte hat in vielen Konzepten zur Diabetes Ernährung mittlerweile den Vorrang erhalten.Energiedichte nutzen

Aber ein extrem wichtiger Aspekt lässt sich mit dem GI perfekt abdecken. Nämlich die simple Frage nach dem Blutzuckeranstieg durch den Genuss eines betsimmten Lebensmittels. Das Internet ist voll von Antworten dazu. Eine sehr umfangreiche Liste von Lebensmitteln stellt Diabetes Austria zur Verfügung. Unsere Meinung zum GI: Zur groben Einschätzung der Wirkung, und damit Eignung bei Diabetes, sinnvoll. Als Grundlage zur Ausrichtung der kompletten Ernährung komplex und zu wenig alltagstauglich. Unsere klare Empfehlung: GI hoch bedeutet eher Finger weg bei Diabetes Typ 2!

Energiedichte nutzen

Im Rahmen einer Diabetes Ernährung macht es durchaus Sinn, die Lebensmittel nach Ihrer Energiedichte zu bewerten. Das ist eine relativ einfache Kategorisierung nach dem Ampelprinzip. Diese Energiedichtebewertung haben wir in unserer Lebensmitteldatenbank im Login-Bereich integriert. Damit stehen, neben der BE-/KE- und Kalorienberechnung sowie der Portionsgrößenbestimmung, alle Tools zur Verfügung, die Sie im Alltag und unterwegs nutzen können. Wenn Sie an der Nutzung der Lebensmitteldatenbank und einem Ernährungstagebuch interessiert sind, können Sie hier Premium für 14 Tage kostenlos testen.

Frühstück

Sorgen Sie beim Frühstück für genügend und vor allen Dingen langanhaltende Sättigung. Am besten gelingt das mit ballaststoffreicher Ernährung und so wenig Zucker wie möglich. Wer Fertigmüslis bevorzugt, sollte diese durch Haferflocken ersetzen. Sehr gut kombinierbar mit z. B. Naturjoghurt und ein wenig Obst zur Süßung. Haferflocken enthalten viele Ballaststoffe, Fertigmüslis beinhalten in der Regel zwischen 10 und 30% Zucker (!).

Die Marmelade- und Wurstesser nutzen Vollkornbrotsorten statt Weiß-, Misch- oder Toastbrot. Probieren Sie es einfach mal aus, gute Vollkornbrote schmecken oft besser und wesentlich herzhafter als geschmacklich nichtssagende Mischbrotsorten. Sollen diese richtig dunkel präsentiert werden, nutzen Bäcker regelmäßig Malzzucker zum Bräunen. Fragen Sie besser nach, in welchem Brot dieser überflüssige Malzzucker enthalten ist und greifen Sie zu anderen.

Mittagessen

Sollten Sie Mittagessen, egal ob in der Kantine oder unterwegs, haben Sie einige Möglichkeiten viele Dinge richtig zu machen. Als Diabetiker konnten Sie jetzt erkennen, dass sich fast alles um Kohlenhydrate und die Energiedichte dreht. In sofern können Sie sich beim Mittagessen an folgenden Punkten orientieren:

  1. nutzen Sie, wenn verfügbar, lieber die Kantine als irgendeine Fastfood-Kette oder die Pommes-Bude
  2. greifen Sie gelegentlich, sofern in der Kantine angeboten, zu Eintöpfen. Sehr lecker und außerdem kohlenhydratarm
  3. ersetzen Sie hin und wieder Fleisch- durch Fischgerichte und z.B. Schwein durch Geflügel
  4. ziehen Sie bei den Beilagen Kartoffeln und Reis den Pommes in jedem Fall vor
  5. bestehen Sie lieber auf eine größere Gemüseportion und verkleinen Sie den Anteil an kohlenhydratreichen Beilagen

Eine gut und einfach anwendbare Regel ist das "50/25/25-Prinzip". Versuchen Sie mindestens 50% des Essens aus Gemsüe und Salat zusammenzustellen, 25% aus magerem Eiweiß (also mageres Fleisch oder Fisch) und  maximal 25% aus stärkehaltigen Gemüsen (z. B. Bohnen, Linsen, etc.) oder Kohlenhydraten. Dadurch haben Sie eine gute Möglichkeit ganz einfach die Portionsgrößen der einzelnen Essensbestandteile "richtig" zusammenzustellen.

In allen Fällen, Kantine, Gaststätte oder Fastfood-Anbieter, haben Sie den Vorteil, dass Sie relativ wenig Zeit für das Mittagessen benötigen. Achten Sie darauf, dass Sie sich nach dem Essen ganz "pflichtbewusst" für ca. 30 Minuten stramm bewegen. Dadurch kompensieren Sie umgehend die aufgenommenen Kohlenhydrate, glätten die Blutzuckerspitzen und aktivieren zusätzlich den Kreislauf, Stoffwechselfunktionen und Ihre Muskulatur.

Abendessen

Wer am Abend isst, sollte eher kohlenhydratreduziert speisen. Beim klassischen Abendbrot greifen Sie lieber zu Vollkornbrot und sparen sich noch eine zusätzliche Scheibe Brot. Dafür können durchaus mehr fettarme Wurst- oder Käsesorten auf das Brot. Zusätzliches Gemüse (z. B. Gurken, Kohlrabi, Möhren oder Tomaten) sorgen für die richtige Sättigung Diabetes Ernährung Getränkeund ergänzen das Mahl um Vitamine und Ballaststoffe. Wer abends warm ist, mischt Fisch oder Fleisch mit viel Gemüse oder Salat. Nudeln, Kartoffeln und Reis vermeiden Sie lieber oder ergänzen diese, nur wenn nötig, als kleine Portionen. Sollte die Portion mal größer geworden sein, kann das ein abendlicher strammer Fußmarsch von 30 bis 40 Minuten relativ schnell kompensieren.

Getränke

Wie schon gesagt, es ist ratsam vollständig auf Wasser, Tee, Kaffee oder ganz dünne Fruchtsaftschorlen umzusteigen. Alkohol senkt zwar den Blutzuckerspiegel, hat aber ziemlich viele Kalorien. Das bedeutet, dass Sie bei einer großen Kalorienaufnahme durch alkoholische Getränke nur sehr schwer bis gar nicht abnehmen können. Also führt an teilweisen Verzicht auch kein Weg vorbei, wenn Sie dafür Ihr Sportpensum nicht um täglich mindestens weitere 45 Minuten steigern wollen.

Rezepte für Diabetiker

Wir, das Team von VidaGesund, haben sehr viel Erfahrung mit Körperwerten, Messgeräten und der dazugehörigen Dokumentation. Fast alle oben aufgeführten Punkte basieren auf unserer eigenen Erfahrung, dem Austausch mit Ärzten, Gesprächen mit ebenfalls betroffenen Angehörigen und Freunden sowie Mitgliedern unterschiedlichster Selbsthilfegruppen. Uns ist es wichtig, vor allen Dingen bei chronischen Erkrankungen, alle Aspekte zu betrachten und nicht nur auf einzelne Karten, wie z. B. die Diabetes Ernährung, zu setzen. Aus diesem Grunde verzichten wir deswegen auch darauf vollständige Rezepte zu integrieren, weil es dazu tausende frei zugängliche Angebote im Internet gibt und wir keine Köche oder diplomierte Ernährungsberater sind.

Ein gutes Hilfsmittel bei der Auswahl der Zutaten sind Low Carb-Lebensmittel-Tabellen, mit denen Sie ganz schnell die passenden Lebensmittel finden um daraus leckere Menüs zusammenzustellen. Diese finden Sie an unterschiedlichsten Stellen im Internet und können wirklich einfach gegoogelt werden.

Passende Low Carb-Rezepte als Diabetes Ernährung suchen wir uns normalerweise auf Chefkoch.de. Unsere Favoriten sind die Low Carb-Pizza, bei der der Teig aus Eiern gemacht und die Low Carb-Lasagne, bei der die Lasagneplatten durch Kohlrabischeiben ersetzt werden. Beides total lecker und Sie werden den Unterschied beim Essen kaum bemerken. Der Vorteil dabei ist, dass sich bei diesen Varianten Ihr Blutzuckerspiegel kaum erhöht. Das können Sie bei der Messung mit dem Blutzuckermessgerät ganz einfach feststellen. Dazu führen Sie einfach eine Bltzucker-Messung vor dem Essen und zwei Stunden nach dem Essen durch. Dasselbe machen Sie bei den identischen Gerichten mit der normalen Zubereitung und vergleichen die Werte. Sie werden wirklich überrascht sein, wie deutlich sich ein Unterschied zeigt. Eine ganze Menge Low Carb-Rezepte auf chefkoch.de finden Sie übrigens hier.

Ausreichend bewegen

Sport

Bewegung steigern

Machen Sie sich bewusst, dass Ihnen 30 bis 60 Minuten zusätzliche Bewegung am Tag entscheidend hilft um Ihre Blutzuckerwerte positiv zu beeinflussen. Jede Art von Bewegung benötigt Energie, die Muskeln aus dem im Blut zur Verfügung gestellten Blutzucker decken. Parken Sie doch einfach auf dem Weg zur Arbeit weiter weg und nutzen Sie die Zeit für einen strammen Spaziergang ins Büro, statt für die Parkplatzsuche. Oder nehmen Sie das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß, wenn kleine Besorgungen anstehen. Als Sportpensum pro Woche sind 150 Minuten für die Reduzierung des Folgeerkrankungsrisikos um 50% (!) ein lohnenswertes Ziel!

Ausdauer trainieren

Um durch Sport den Blutzucker zu verbessern, sollten Sie konsequent an ca. fünf Tagen die Woche für mindestens 30 Minuten trainieren. Dazu zählen natürlich auch stramme Spaziergänge, die bei hoher Intensität ebenfalls schweißtreibend sein können. Wichtig ist dabei, dass Sie:

Am besten ist eine Trainingsdauer von größer 30 Minuten, weil dann die Ausdauer trainiert und auf Dauer erheblich verbessert wird. Ein positiver Nebeneffekt des Ausdauersports ist die gleichzeitige Verbesserung von Blutdruck und Stoffwechselfunktionen.

Muskeln aufbauen

Muskeln benötigen Blutzucker und verbrennen Kalorien, selbst im Ruhezustand. Deswegen lohnt sich, vor allen Dingen für Diabetiker, der Muskelaufbau. Eine gute Kombination um gleichzeitig auch die Beweglichkeit zu vebessern sind Fitnessgeräte, Gymnastik oder Functional Training.

Motivation hochhalten

Motivation
Wichtig ist nicht nur anfangen, sondern vor allen Dingen das Durchhalten. Deswegen kommt der dauerhaften Motivation eine ganz besondere Bedeutung zu. Unsere Tipps dazu sind:

Fangen Sie an Gartenarbeit, Parkplatzsuche, Treppen steigen und viele andere Möglichkeiten sich zu bewegen als Geschenk und nicht als Last zu begreifen. Und denken Sie daran, wenn es mal nicht so läuft: "Lieber auf einem geringerem Level weiter machen, als auf hohem Niveau aufzugeben!".

Neues ausprobieren

Viele Ziele schaffen Sie nur, wenn Sie genügend Motivation und Disziplin mitbringen. Aber wer hat dazu schon immer Lust und Laune? Deswegen hilft es vielleicht etwas Neues oder etwas anderes Erstrebenswertes in den Alltag einzubringen. Vielleicht helfen Ihnen die folgenden Denkanstöße als Anreiz:

Erfolgsfaktoren bei Typ 2-Diabetes

Blutzucker messen

Messen

Auch wenn Sie Blutzucker-Teststreifen selbst bezahlen müssen, sollten Sie mindestens einmal täglich morgens den Nüchtern-Blutzucker bestimmen. So haben Sie die aktuellen Körperwerte immer im Blick, sorgen für Sicherheit und erkennen die Fortschritte.

Dokumentieren

Vom Arzt gefordert und doch viel zu anstrengend? Niemand will ein aufwändiges Papiertagebuch führen, so aussgekräftig es für die richtige Einstellung des Blutzuckers auch sein mag. Deswegen haben wir ein digitales Tagebuch entwickelt, dass für Sie die Messwerte aus Ihrem Messgerät automatisch sammelt, ganz ohne manuellen Aufwand. Wenn Sie außerdem nur 10 Minuten pro Woche investieren um sich die Auswertungen zu betrachten, erhalten Sie wertvolle Hinweise, wann Sie durch Ihre eigene Leistung eine erhebliche Verbesserung erzielen konnten. Nutzen Sie unsere kostengünstige Angebote, bei denen wir für Sie Premium und dazugehörige Messgeräte ab monatlich 0,00 € kombinieren.

Falls Sie noch nicht überzeugt sind, können Sie Premium für 14 Tage unverbindlich und kostenlos testen. Inkl. einem kostenfreien und präzisen Blutzuckermessgerät DiaAssist mit Bluetooth im handlichen Scheckkartenformat. Das Testpaket enthält 50 Blutzuckerteststreifen DiaAssist Strips.

Vorsorgen

Die beste Vorsorge ist die Vermeidung dauerhaft zu hoher Blutzuckerwerte. Dies erreichen Sie am besten durch regelmäßige Bewegung und die bewusste Reduzierung der Kohlenhydrate im Rahmen der Diabetes Ernährung. Außerdem helfen Ihnen turnusmäßige und in der Regel quartalsweise Arztbesuche, um ungünstige Veränderungen der Blutzuckerwerte durch eine Blutuntersuchung aufzudecken. So kann Ihnen Ihr Arzt durch die Therapie helfen, rechtzeitig gegenzusteuern.

Durchhalten

Der beste Grund durchzuhalten ist der Ausblick auf Erfolg. Dieser ist Ihnen gewiss, wenn Sie auf sich achten. Sorgen sind dabei ein äußerst schlechter "Berater", auch wenn es nicht immer einfach ist, sorgenfrei zu bleiben. Schon der biblische König Salomo sagte: "Hoffnung, die sich verzögert, ängstet das Herz; wenn aber kommt, was man begehrt, das ist ein Baum des Lebens." (Sprüche 13:12). Das kann für Sie ganz konkret bedeuten, dass Sie sich darauf verlassen können, dass

  1. jeder Einsatz für die eigene Gesundheit eine Hilfe für Ihren Körper darstellt
  2. jede Hilfe zu einer direkten Verbesserung führt
  3. jede Verbesserung die Hoffnung stärkt und so das Durchhalten unterstützt!

Verwöhnen Sie sich also mit Erfolgen, die Sie selbst erringen und verlassen Sie sich darauf, dass Sie jederzeit Unterstützung erhalten können, wenn Sie diese benötigen.

 

Das Team von VidaGesund wünscht Ihnen viel Erfolg und alles Gute bei der Umsetzung!

 

Hinweis: Die Übersicht über die Autoren, deren Sachverständigkeit und den zu Grunde liegenden Quellen der Beiträge finden Sie unter folgendem Link.

Bitte beachten Sie, dass die hier wiedergegebenen Inhalte weder die medizinische Hilfe noch die Beratung durch einen Haus- oder Facharzt ersetzen können.

Copyright © VidaWell GmbH. Alle Rechte vorbehalten.