Hitze und Medikamente

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Sind Medikamente bei Hitze beständig?

Mit Regelmäßigkeit steigen die Temperaturen im Sommer und verschiedene Hochdruckgebiete versorgen uns mit Hitze und Trockenheit. Selbst nachts sinken die Temperaturen kaum unter 20°C, viele Menschen klagen über Schlafbeschwerden. Aber was passiert eigentlich mit den Medikamenten in der Hitze? Auf was sollte man in Bezug auf die Einnahme achten? Welche veränderte Wirkung haben Medikamente auf den Körper? Und wie werden diese am besten gelagert?

 

Welche Medikamente vertragen Hitze?

In der Hitze sind Tabletten noch am stabilsten. Bis zu einer Temperatur von ca. 50°C verändern sich Tabletten nahezu überhaupt nicht. Allerdings sollten Sie bedenken, dass ein Auto in der Sonne auf bis zu 70°C im Innenraum erhitzt. Bei dieser Art von Erhitzung kann sich die Wirksamkeit der Inhaltstoffe durchaus auf 80 bis 90% reduzieren. Insofern würden also von ursprünglichen 1.000 Milligramm nur noch 800 Milligramm des Wirkstoffs im Körper zur Verfügung stehen. Wer also sein Auto vor dem Freibad parkt, sollte den Einkauf in der Apotheke auf die Zeit nach dem Sonnenbad verlegen.

Ganz ungünstig reagieren Zäpfchen und Insuline auf Höchsttemperaturen im Sommer. Zäpfchen "zerfließen" regelrecht. Bei Insulinen kann die Hitze die enthaltenen Eiweiße zerstören. Deswegen sollten diese Arten von Medikamenten in jedem Fall kühl gelagert werden. Keinesfalls dürfen diese aber gefrieren, weil auch Frost die Bestandteile zerstört.

 

Veränderte Wirksamkeit

Besonders stark verändert sich die Wirkung von Blutdrucksenkern in der Hitze. Hohe Temperaturen sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße weiten. Damit ist der Blutdruck manchmal schon geringer, als an vergleichbaren kühleren Tagen. Aus diesem Grunde sollten Sie häufigere Blutdruckmessungen durchführen und so für ausreichend Sicherheit sorgen.

Hormon- und Nikotinpflaster verstärken Ihre Wirkung bei hohen Temperaturen ebenfalls. Die Pflaster sind instabiler und geben in der Regel den Wirkstoff verstärkt oder schneller ab.

 

Veränderte Körperreaktionen

Einzelne Antibiotika verändern die Lichtempflindlichkeit des Körpers. Deswegen ist es wichtig, die Wirkung genau zu kennen. Fragen Sie dazu am besten Ihren Arzt oder Apotheker und schützen Sie sich mit ausreichend Sonnenschutzfaktor gegen die Sonne. Darüber hinaus sollten Sie in jedem Fall genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Schon allein der Flüssigkeitsmangel schwächt Ihren Körper und führt bei vielen Menschen zu Kreislaufproblemen.

 

Fazit

Im Sommer aufpassen, wie die Medikamente gelagert werden und im Herbst kurz checken, was unter Umständen auszutauschen ist. Dann wirkt die Therapie auch im Herbst und im Winter noch wie geplant. Und bei Reisen die "üblichen Verdächtigen", wie beispielsweise Insuline, immer nur gekühlt transportieren!

 
 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 
 

Bild von Alex Gmelin




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