Schimmel bei Asthma vermeiden

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Schimmel bei Asthma

Gesundheits-Wissen

Wenn Schimmel die Lunge belastet

Schimmel kann Asthma nicht nur auslösen, sondern vorhandenes Asthma auch deutlich verschlimmern. Deswegen ist, nicht nur aus optischen Gründen, Vorsicht geboten, wenn Sie in Ihrer Wohnung Schimmelbefall feststellen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass das Risiko für Asthma durch eine dauerhafte Belastung durch Schimmel um über 70% ansteigt.

Die gute Nachricht ist: Sie können selbst aktiv vorbeugen. Welche unterschiedlichen Möglichkeiten sich dazu anbieten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

Schimmel wächst bei Feuchtigkeit

Schimmelsporen kommen ganz natürlich in unserer Umwelt vor und sind zunächst auch nicht weiter schlimm. Gefährlich für die Gesundheit werden sie dann, wenn sie in großer Anzahl auftreten. Das ist bei einem Schimmelbefall in der Wohnung meist so. Denn in diesem Fall geben die Schimmelpilze eine sehr hohe Zahl von Sporen an die Umwelt und damit an die Raumluft ab, die Sie letztlich einatmen. Was tun? Am besten ist natürlich, Sie lassen es erst gar nicht so weit kommen.

 

Was tun gegen Feuchtigkeit

Was der Schimmel zum Wachsen braucht, ist in erster Linie Feuchtigkeit. Häufiges Lüften hilft, die Feuchtigkeit in den Räumen gering zu halten. Wenn Sie sich unsicher sind, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus ist, können Sie diese mit einem speziellen Gerät messen.

Eine Feuchtigkeit von bis zu 60 Prozent gilt als normal, liegt sie allerdings darüber, kann Schimmel drohen. Wenn ausreichendes Lüften und Heizen nicht hilft, können Sie auch auf einen Luftentfeuchter zurückgreifen. Mit diesen elektrischen Gerätschaften können Sie es schaffen, dass die Luftfeuchtigkeit in den Räumen gesenkt und damit dem Schimmel die Lebensgrundlage entzogen wird.

 

Schimmel in den Räumen

Wenn Sie Schimmel in Ihren Räumen entdecken, sollten Sie nicht lange zögern und den Schimmel sofort entfernen. Für eine schnelle und oberflächliche Entfernung stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, die mehr oder weniger gut geeignet sind.

  • Schimmel-Ex mit Chlor: Im Baumarkt oder auch Supermarkt findet man häufig Anti-Schimmel Mittel in einer Sprühflasche. Die Anwendung in Form einer Sprühflasche mag ja recht praktisch sein, das Mittel aber nicht unbedingt. Gerade Anti-Schimmel Mittel, die Chlor enthalten, können die Gesundheit nachhaltig schädigen. Daher werden sie nur noch selten verkauft, sind aber immer noch zu finden. Achten Sie darauf, dass das Mittel chlorfrei ist.
  • Schimmel-Ex ohne Chlor: Daneben gibt es auch Anti-Schimmel Mittel, die komplett ohne Chlor auskommen. Die Wirkung scheint mittlerweile der mit Chlor vergleichbar zu sein. Meist enthalten diese Mittel hochprozentigen Alkohol, der die Sporen innerhalb weniger Minuten abtötet. Daneben können Sie sich auch in der Apotheke Mittel gegen Schimmel besorgen. Eine fünfprozentige Sodalösung hilft ebenfalls dabei, den Schimmel zu bekämpfen.

Allerdings ist sowohl Schimmel-Ex mit und ohne Chlor nur eine oberflächliche Lösung. Tiefsitzender Schimmel sollte demzufolge professionell entfernt werden.

 

Oberflächlicher oder tiefsitzender Befall?

Die Frage, die Sie sich grundsätzlich stellen sollten, wenn Sie Schimmel in Ihren Wohnräumen entdecken, ist die nach dem Alter des Befalls. Bei kurzzeitigem und oberflächlichem Schimmel genügt es meist, wenn die Tapete entfernt wird und der Schimmel mit einem Anti-Schimmel Mittel behandelt wird.

Bei länger andauerndem Befall, oder dann, wenn der Schimmel immer wieder auftaucht, sollten Sie einen Profi mit der Entfernung beauftragen. Denn hier reicht es nicht mehr aus, die Tapete zu entfernen. In der Regel muss bei einem tiefsitzenden Befall der Putz entfernt und das Mauerwerk getrocknet werden. Nur so ist sichergestellt, dass dem Schimmelpilz die Grundlage entzogen wird. Das Perfide an einem Schimmelbefall ist nämlich, dass Sporen bereits in der Luft sein können, wenn Sie noch gar nichts von dem Schimmel sehen. Der Schimmelpilz, der die Sporen abgibt, sitzt tief im Mauerwerk und wächst dort vor sich hin. Wenn die Sporen nur oberflächlich entfernt werden, bringt das nur eine kurze Hilfe. Bei länger andauerndem Befall sollte daher ein Profi ran.

 

Neuen Schimmel verhindern

Ist Schimmel entfernt, ist die Angelegenheit damit meist nicht abgeschlossen. Jetzt muss es darum gehen, die Ursache für den Schimmel zu finden. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle lässt sich ein baulicher Mangel für den Schimmel finden. Wärmebrücken werden von den meisten Fachleuten als eine der Hauptursachen für einen Schimmelbefall genannt. An solchen Stellen kondensiert die Feuchtigkeit aus der Luft und gibt so dem Schimmel optimalen Nährboden

Auch zu gut isolierte Fenster können bei falschem Lüftungsverhalten ein Grund für Schimmel sein. Die dichte Isolierung verhindert einen Luftaustausch und damit auch, dass Feuchtigkeit aus den Räumen entweichen kann. Ist einer dieser Gründe die Ursache für den Schimmel, muss ebenfalls ein Fachmann ran. Wenn Sie mieten, geht es ohnehin nicht auf eigene Faus und nur in Zusammenarbeit mit dem Vermieter.

 

Schimmel in der Mietwohnung

Stichwort Miete: Wenn Sie zur Miete wohnen und Schimmel entdecken, sind Sie verpflichtet, das sofort ihrem Vermieter mitzuteilen. Denn Schimmelbefall kann zu einem teuren Sanierungsfall werden.

Falls Sie richtig lüften und auch ausreichend heizen, muss der Vermieter den Schimmel beseitigen. Denn er ist dafür verantwortlich, dass die gemietete Wohnung in einem bewohnbaren Zustand ist. Dafür zahlen Sie schließlich die monatliche Miete. Macht er das nicht, oder nur unzureichend, dürfen Sie die Miete mindern. Je nach Größe und Umfang des Schimmelbefalls dürfen Sie die monatliche Miete um bis zu 20 Prozent mindern.

Aber Vorsicht: Sprechen Sie im Zweifel zunächst mit einem Vertreter des Mieterverbandes oder gar einem Anwalt. Dieser wird Ihnen die genauen Schritte erläutern. Mindern Sie die Miete nämlich zu stark, oder ohne bestimmte Fristen einzuhalten, kann dies unangenehme Folgen haben und bis zu einer fristlosen Kündigung des Mietvertrages führen.

Quelle der Bilder:
Foto: MabelAmber / pixabay (CC0 1.0)

 
 





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